Jeep - Heckablage

Ein horizontale Abdeckung des Laderaumes kann sehr nützlich sein, wenn man sein Ladegut nicht unbedingt stapeln möchte.

Auch die Befestigung einzelner Ladestücke läßt sich so leichter realisieren.


Allerdings ist es aufgrund der Abmessungen des Hardtops, sowie der Streben des Überrollkäfigs nocht ohne Weiteres möglich einfach nur "ein Brett"

hinten reinzulegen.



Zuerst ermittle ich die ideale Position mit Hilfe von EURO-Boxen und einer Dachlatte (86cm lang).

Es stellt sich dabei heraus, das die ideale Position der innere Rand des Hardtops ist.


Ich habe noch ein Laderaumgitter im Jeep. Direkt am Laderaumgitter beträgt die innere Breite 86 cm.

Zur Heckklappe hin verjüngt sich das auf etwa 84,5 cm.


Ich fertige zuerst eine Schablone aus Packpapier an um die ideale Form zu finden, wie man an den Streben des Käfigs vorbei kommt.

In voller Breite bekommt man die Platte jedoch auch nicht ins Auto. Schon gar nicht an den Streben vorbei.



Also halbiere ich die Platte (15mm Siebdruckplatte).

Die Platte der Fahrerseite hat eine weitere Aussparung für das Kabel des Hardtops.



Beide Platten verbinde ich nun wieder mittels vier stabiler Scharniere.

Für die seitlichen Auflagepunkte habe ich im Baumarkt Gummistopfen besorgt.
Diese sollen wirkungsvoll klappern verhindern.

Ebenfalls verschraube ich mit Einschlagmuttern zwei Laschen, damit ich die Ablage mit den Transportösen

der Bodenplatte verzurren kann.



Die seitlichen Kanten und Ausschnitte habe ich (weil ich faul bin) mit der Oberfräse angefast.

Man kann die Kanten natürlich auch schleifen.

Vorderkante und Hinterkante werden leicht angeschliffen, weil dort noch Leisten drauf kommen.



Ein erster Test soll zeigen wie es funktioniert und ob alles paßt.

Zusammengefaltet wird die Platte ins Auto gestellt.



Dann erst eine Seite aufgelegt. Im Anschluß wird die andere Seite angehoben und ebenfalls aufgelegt.

Wenn alles sauber paßt, alles wieder raus und weiter.



Hängt noch etwas durch, aber paßt soweit.



Die besorgten Aluprofile die als Innenmaß genau die Plattenstärke haben, schneide ich auf eine Länge das ich sie

problemlos aufstecken kann. Jeweils ein Profil vorne und eines hinten.

Nun mit einem Spanngurt fixieren.



Die Profile werden nun mit einem 2-3mm starken Bohrer vorgebohrt.

So hat man dann auch in der Platte die Deckungsgleichen Markierungen die für die Stockschrauben benötigt werden.



Leider gab es von den schwarzen Drehknöpfen nur noch fünf im Baumarkt. Von der Metallvariante aber auch keine acht mehr komplett.

Also habe ich mich für vier und vier entschieden. Die Metallvariante kommt zwischen Laderaumgitter und Ablage.

Die aus Kunststoff werden für hinten verwendet.


Die Stockschrauben haben ein Holzgewinde, ein M6 Gewinde, sowie eine Torkbuchse zum verschrauben.



Auf den Kanten der Bretter finden man nach den Arbeiten die Löcher. Diese müssen nun passen aufgebohrt werden.



Ich habe die Stockschrauben soweit reingedreht bis ca. 1 cm außen stehen bleibt.



Bitte nur die vorgebohrten Löcher verwenden und möglichst gerade reinschrauben.



Die ebenfalls vorgebohrten und beidseitig endgrateten Profile werden nun zur Probe aufgesteckt.



Danach werden diese auf beiden Seiten mit den Mutter fixiert.

Nun ist die Platte wesentlich stabiler.



Ich baue aus dem Restmaterial der Platte allerdings noch eine kleine Rückwand.

Zum Einen sorgt diese dafür, das keine Kleinteile zwischen Ablage und Laderaumgitter rutschen,

zum Anderen sorgt diese auch dafür das die Platte nach dem entfalten bereits gerade bleibt.

Letzteres erleichtert die Montage der beiden Aluminiumprofile.



Die äußeren Ecken runde ich großzügig ab.



Nun platziere ich noch einige Reststücke von Airlineschienen.

Die Abstände werden so gewählt, das im mittleren Bereich auf jeden Fall zwei Euroboxen nebeneinander passen.

Vor den Streben des Überrollbügels kann man noch kleinere Dinge verstauen.

Daher auch ganz außen kurze Airlineschienen.



Hier eingebaut und mit den Profilen fixiert.

Dauert keine 5 Min.



Auf die Rückseite der Siebdruckplatte kommt an den Kontaktpunkten zum Laderaumgitter diese Filzgleiter aus dem Möbelbereich.

Dies soll dann evtl. Quietschgeräusche die durch Reibung entstehen können eliminieren.



Hier auch noch die Rückseite am Laderaumgitter.



So schaut es aus.




Viel Spaß und Erfolg bei eurer eigenen Umsetzung.

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